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	<title>Mr. Jones Times &#187; Klartext Sasch</title>
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	<description>Musikmagazin über musikolöse Musik der Genres Rock und Pop und anderer nett anzuhörender Bereiche</description>
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		<title>Mit Michael Jackson stirbt auch die Pop-Kultur</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 08:44:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sasch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext Sasch]]></category>
		<category><![CDATA[Legende]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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Es war wie so oft: ich erwachte durch den Radio-Wecker und h&#246;rte vertraute Kl&#228;nge. In diesem Fall Michael Jackson mit &#8220;Beat It&#8221;. Ungew&#246;hnlich dann nur die auffallend zur&#252;ckhaltende Stimme des Sprechers nach dem Song: &#8220;Michael Jackson starb im Alter von 50 Jahren!&#8221; Selten f&#228;hrt ein Blitz durch den noch halb schlafenden K&#246;rper wie in dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mrjonestimes.de/wp-content/themes/mimbo2.2/images/artikel/michaeljackson9.jpg" alt="Michael Jackson" align="right" id="artikelrechts" /></p>
<p>Es war wie so oft: ich erwachte durch den Radio-Wecker und h&#246;rte vertraute Kl&#228;nge. In diesem Fall Michael Jackson mit &#8220;Beat It&#8221;. Ungew&#246;hnlich dann nur die auffallend zur&#252;ckhaltende Stimme des Sprechers nach dem Song: &#8220;Michael Jackson starb im Alter von 50 Jahren!&#8221; Selten f&#228;hrt ein Blitz durch den noch halb schlafenden K&#246;rper wie in dieser Sekunde. Nach Radio-Berichten und unz&#228;hligen Sondersendungen im Fernsehen realisiert man es langsam. Der &#8220;King of Pop&#8221; ist tot und eine weltweite Gemeinde von meherern Generationen trauert. Eine Frage r&#252;ckt sich sofort in den Vordergrund: Wie tot war Michael Jackson bereits vor dem 25. Juni 2009? Die letzten gro&#223;en Erfolge lagen bereits mehr als zehn Jahre zur&#252;ck. K&#252;nstlerisch erwarteten viele ohnehin nichts weltbewegendes mehr von Jackson. So konnte man bereits vor Jahren auf sein Werk zur&#252;ckblicken und es bewerten. Wenn man &#252;ber Michael Jackson nachdenkt schieben sich unweigerlich Superlative in den Sinn. Zum ersten mal auf einer B&#252;hne mit sechs Jahren hat er im Verlauf von &#252;ber vier Jahrzehnten B&#252;hnenpr&#228;senz Pop-Geschichte geschrieben. Seine Ausstrahlung war ungew&#246;hnlich, die Art seines Gesangs einzigartig und das Tanztalent &#252;berragend. Wer jemals eine B&#252;hnenshow von ihm sah wurde nachhaltig beeindruckt. Ich sah ihn im Sommer 1997 und halte diese zwei Stunden f&#252;r einen der emotionalsten Momente meines Lebens. Da konnten der rumpelnde Sound und gro&#223;e, aufgeblasene Gummipuppen neben der B&#252;hne der Rolling Stones oder das Licht- und Videospektakel von Pink Floyd nicht mithalten. Michael Jackson war nicht nur Musik oder Tanz, er war ein Gesamtkunstwerk. Viele jedoch wollten nicht wahrhaben dass ein hell leuchtender Stern auch ausbrennt irgendwann. Das Album &#8220;Thriller&#8221; war ein Gigant mit inzwischen &#252;ber 100 Millionen verkauften Exemplaren. Auch der Nachfolger &#8220;Bad&#8221; war ein &#252;beraus gro&#223;er Erfolg. Ist es zu erwarten, dass nur ein K&#252;nstler Welterfolge am laufenden Band produziert? Konnten wir alle uns nicht mit den zwei Meisterwerken zufrieden geben? Ich pers&#246;nlich versp&#252;rte keine Entt&#228;uschung nachdem klar war, dass Jackson sein Zenit &#252;berschritten hatte. Selbst danach gelangen ihm noch Erfolge mit dem &#8220;Earth Song&#8221; oder &#8220;They Don&#8217;t Really Care About Us&#8221;. War es nicht genug f&#252;r uns? Die Beatles schafften es gerade zehn Jahre am Pop-Himmel zu bleiben. Bei Michael Jackson erwarteten wir nach &#252;ber 40 Jahren noch mehr. Viele Evergreens hat er uns gegeben und wie bei den Beatles oder Elvis wird man sich noch nach vielen Jahrzehnten an ihn erinnern.</p>
<p>Der Tod von Michael Jackson wirft noch eine weitere wichtige Frage auf: Wer steht in den Startl&#246;chern ihm nachzueifern? Wer wird diesen Status je mit Leben f&#252;llen k&#246;nnen? Wer kann heute noch eine solche Karriere starten wie Michael es vor so vielen Jahren tat? Eine Antwort dr&#228;ngt sich auf: Keiner! Den &#8220;Jailhouse Rock&#8221; von Elvis kennen alle noch, obwohl er schlappe 60 Jahre alt ist. &#8220;Yesterday&#8221; der Beatles bringt es auf 45 Jahre und ist selbst heute noch der meistgespielte Song im Radio &#252;berhaupt. &#8220;Billie Jean&#8221; von Michael Jackson hat auch nach 25 Jahren noch nichts an seiner Faszination verloren. Nichts gegen Katy Perry, aber wollen wir in 50 Jahren noch &#8220;I Kissed A Girl&#8221; h&#246;ren? Es wird nicht passieren. Michael Jackson hingegen war einer der Musiker, die zur richtigen Zeit die Pflanze &#8220;Pop-Kultur&#8221; mit den richtigen Zutaten gef&#252;ttert hat um sie am Leben zu halten. Diese Pflanze geht nun langsam ein. Der &#8220;King of Pop&#8221; nimmt den Glanz und Glamour, das Talent und die Aufopferung f&#252;r seine Kunst mit sich. Der K&#246;rper von Jackson kapitulierte nun vor dem Druck einer weiteren Welttournee. Stress, Angst, Verfolgung durch die &#214;ffentlichkeit und das nimmersatte Maul der Sensationen von uns allen haben ihn ausgel&#246;scht.</p>
<p>Rest in peace, Michael. We will miss you. Please forgive us.</p>
<p>Was sagt ihr zum Tod von Michael Jackson. Hinterlasst bitte einen Kommentar und erz&#228;hlt von euren Gef&#252;hlen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/currentnews/3663643382/">Bild von Current News Stories von Flickr</a> unter folgender <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008 by <a href="http://www.mrjonestimes.de/" title="Mr. Jones Times">Mr. Jones Times</a> (digitalfingerprint: 55cd6e83eae65b9dbc6bee51dab34acf)</small>]]></content:encoded>
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		<title>20 Jahre Loveparade – und keiner geht hin</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 19:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sasch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext Sasch]]></category>
		<category><![CDATA[abgesagt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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Wir schrieben das Jahr 1989. Ein DJ mit dem einpr&#228;gsamen Namen „Dr. Motte“ hatte die Idee in Berlin eine Parade abzuhalten. Ein Happening f&#252;r Liebhaber der Techno-Musik. Verbunden wurde es mit einer Botschaft f&#252;r Liebe und Frieden. So der Anschein. Im Grunde jedoch war die Loveparade nichts anderes als eine gro&#223;e Party die Jahr f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mrjonestimes.de/wp-content/themes/mimbo2.2/images/artikel/loveparade.jpg" alt="Love Parade" align="right" id="artikelrechts" /></p>
<p class="MsoNormal"><span>Wir schrieben das Jahr 1989. Ein DJ mit dem einpr&#228;gsamen Namen „Dr. Motte“ hatte die Idee in Berlin eine Parade abzuhalten. Ein Happening f&#252;r Liebhaber der Techno-Musik. Verbunden wurde es mit einer Botschaft f&#252;r Liebe und Frieden. So der Anschein. Im Grunde jedoch war die Loveparade nichts anderes als eine gro&#223;e Party die Jahr f&#252;r Jahr mehr zum Gesch&#228;ft wurde. „Friede, Freude, Eierkuchen“ war das Motto der ersten Loveparade und machte den fehlenden Sinn dieser Veranstaltung deutlich. Das Konzept jedoch zog jedes Jahr mehr Menschen an. Zu Spitzenzeiten tummelten sich 1,5 Millionen durchgeknallte Technoten rund um die Siegess&#228;ule, liefen Lastwagen hinterher, die mit br&#252;llend lauten Lautsprechern best&#252;ckt waren und aus denen undefinierbares Wummern zu h&#246;ren war. Ganz nebenbei pisste die Menschenmenge den Tiergarten voll, m&#252;llte die ganze Stadt zu und waren Arbeitgeber f&#252;r hunderte von &#196;rzten, die sich um kreislaufkollabierende Freaks k&#252;mmern mussten. Derweil schaute die ganze Welt verwundert nach Berlin und fragte sich: „Was machen die Deutschen denn da?“. Nat&#252;rlich kann man sagen, dass es etwas positives hat wenn sich Millionen von jungen Leuten friedlich versammeln um einfach nur Spa&#223; zu haben. Ich muss aber zugeben dass meine W&#252;rgbereitschaft stieg sobald das anspruchsvolle Motto der n&#228;chsten Parade bekannt gegeben wurde. Hier eine kleine Auswahl der inhaltsschwangeren Ank&#252;ndigungen: „My House Is Your House And Your House Is Mine“ (1991), „The Spirit Makes You Move“ (1994), „Join The Loverepublic“ (2001) und der Gipfel der Peinlichkeit von 2008: “Highway To Love“. Schnell wurde deutlich, dass es sich nicht um eine inhaltliche Veranstaltung handelte sondern um eine Methode aus dem Recht der Versammlungsfreiheit und einer „angemeldeten Demonstration“ Kapital zu schlagen. Das Verschachern der Fernsehrechte brachte ordentlich Knete in die Kasse. Dem Schwarzmarkthandel wurde ebenso eine B&#252;hne gegeben wie auch Sponsoren, die f&#252;r ihre Werbung ordentlich in die Taschen greifen mussten. Das Geld floss zur Loveparade GmbH. Aufgrund dieser unangenehmen kommerzialisierung einer vormals Spassveranstaltung spaltete sich ein Teil der Leute ab und veranstalteten eine alternative Parade, die unter dem Namen „Fuckparade“ bekannt wurde. Um ehrlich zu sein: weder dem Original noch der Alternative trauere ich ein Tr&#228;nchen hinterher. Zum 20. Geburtstag dieses Jahr wurde die Loveparade abgesagt. Seit 2007 ohnehin nicht mehr in Berlin stattfindend sollte Bochum dieses Jahr der Austragungsort sein. Allerdings erst jetzt f&#228;llt den Organisatoren auf, dass Bochum verkehrstechnisch nicht in der Lage sei 1,5 Millionen Menschen aufzunehmen. Wahrscheinlich hatte man sich zu lange mit einem neuen Schwachsinnsmotto besch&#228;ftigt um bereits im Vorfeld sich &#252;ber die Verkehrssituation Gedanken zu machen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ich werde nur eine Sache vermissen: Gotthilf Fischer, der auf einer B&#252;hne stehend versucht mit der Techno-Gemeinde „Hoch auf dem gelben Wagen“ anzustimmen. Dies hat er einst versucht. Als Dank wurde ihm ein berauschendes Mittel in sein Getr&#228;nk gesch&#252;ttet, das er ahnungslos zu sich nahm. Er hatte Gl&#252;ck: die Loveparade kann man ohnehin nur „stoned“ ertragen.</span></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/av3ry/207980874/">Bild von the4v3ry von Flickr</a> unter folgender <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">Lizenz</a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008 by <a href="http://www.mrjonestimes.de/" title="Mr. Jones Times">Mr. Jones Times</a> (digitalfingerprint: 55cd6e83eae65b9dbc6bee51dab34acf)</small>]]></content:encoded>
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		<title>Ich bin nichts, ich kann nichts: gebt mir ein Mikrofon &#8211; nun bin ich ein super Star</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2008 09:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sasch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Klartext Sasch]]></category>
		<category><![CDATA[Bohlen]]></category>
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W&#252;rde man Casting-Shows trocknen, pulverisieren und in kleine T&#252;tchen abf&#252;llen, w&#228;ren sie als Brechmittel wirklich Superstars.
Wer hat den Gro&#223;teil dieser M&#246;chtegern-Stars blo&#223; auf die &#214;ffentlichkeit losgelassen? Achja, es waren die geldgeilen Fernsehmacher, denen bisherige Reality-Shows zu langweilig wurden. Es musste ein Konzept her also schaute man sich im Ausland um. Good old Britain und das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.mrjonestimes.de/wp-content/themes/mimbo2.2/images/artikel/thomasgodoj.jpg" alt="Thomas Godoj" align="right" id="artikelrechts" /></p>
<p>W&#252;rde man Casting-Shows trocknen, pulverisieren und in kleine T&#252;tchen abf&#252;llen, w&#228;ren sie als Brechmittel wirklich Superstars.<br />
Wer hat den Gro&#223;teil dieser M&#246;chtegern-Stars blo&#223; auf die &#214;ffentlichkeit losgelassen? Achja, es waren die geldgeilen Fernsehmacher, denen bisherige Reality-Shows zu langweilig wurden. Es musste ein Konzept her also schaute man sich im Ausland um. Good old Britain und das Bush-Land der unbegrenzten M&#246;glichkeiten bieten auch da viele Ideen. Aus der netten Vorstellung Talente zu suchen um sie zu f&#246;rdern wurde jedoch ein Misch aus Schadenfreude, Tr&#228;nen und Lacherfolg. Im Vergleich dazu war der ehrlich gemeinte &#8220;Talentschuppen&#8221; aus vergangener Zeit eine Kaffeefahrt. Das heutige Rezept: man setzt ein arrogantes Gro&#223;maul und zwei unbedeutende, angebliche Musikkenner in die Jury und l&#228;sst das Elend der verwahrlosten Jugend singend und heulend an ihnen vorbeiziehen. Immer sch&#246;n die Kamera draufhalten, damit auch nicht die kleinste Peinlichkeit verloren geht. Aus dem ganzen Pulk des jammernden Sangesvolk werden schlie&#223;lich die ausgesucht die sich entweder so zitternd anh&#246;ren wie Johannes Heesters, oder verr&#252;ckt aussehen und wohl auch sind oder die sonst irgendwie nicht alle Tassen im Schrank haben. Ein oder zwei Stinos (stinknormale) m&#252;ssen nat&#252;rlich auch dabei sein.<br />
Dann gehts vor das gro&#223;e Publikum. Die Meute besteht aus kreischenden Teenies und den Eltern, Geschwistern, Omas, Cousinen dritten Grades, Nachbarn, Klassenkameraden und die s&#252;&#223;e minderwertige Freundin der vorgef&#252;hrten Opfer. Dann stehen sie da, die hoffentlich bald Superstar werden: gestylt, gef&#246;nt, neu eingekleidet, 35 Euro Schminke im Gesicht und schmettern ihre Lieblingssongs ins Mikrofon, dass einem Angst und Bange wird. Die Jury ist sich einig: sie sind alle Stars&#8230;von den einen oder zwei Patzern des Auftritts mal abgesehen. In den Tagen zwischen den Shows schreiben sich die Zeitungen die Finger wund und das Fernsehen sendet alles, was nach Superstar riecht. Da werden wichtige Fragen beantwortet nach Lieblingsessen, Lieblingspl&#252;schtier, Krankheiten, Familiengeschichte, Liebesleben&#8230;ich warte immer schon sehns&#252;chtig darauf, ob auch bald die Schwanzgr&#246;&#223;en der S&#228;nger oder der Umfang des Brustwarzenvorhofs der S&#228;ngerinnen bekanntgegeben werden.<br />
Wer den &#8220;Wettbewerb&#8221; gewinnt steht ohnehin vorher bereits fest&#8230;zumindest f&#252;r mich. Bei ALLEN Staffeln von DSDS sah ich die Kandidaten und wusste sofort wer gewinnen wird. Ich finde das traurig. Das L&#228;cherliche an der ganzen Geschichte ist, wie sich der gro&#223;m&#228;ulige &#8220;Musik&#8221;-Produzent dabei die Gelds&#228;cke voll macht und die angeblichen Superstars nach bereits einem Jahr wieder ehemalige Superstars sind. Wo ist Alexander? Wie hie&#223; die Gewinnerin aus der zweiten Staffel? Ist Tobias Regner noch immer still am burnen? Mark Medlock? Das war der Gipfel der Peinlichkeit. Damit keine Missverst&#228;ndnisse aufkommen: ich mag ihn tats&#228;chlich. Aber: wenn ich ein Interview von ihm sehe&#8230;oder vielmehr versuche zu h&#246;ren &#8220;krabbel isch unnern Disch unn schmeiss am n&#228;chschde Daach e Atombomb uff Offebach&#8221;. Dabei ist er doch vom Schicksal sooo gebeutelt. Ok, auch andere haben oder hatten schwere Zeiten im Leben. Als Belohnung muss er aber jetzt von und mit Knittergesicht Bohlen unbedeutende Liedchen tr&#228;llern, die musikalisch so viel Eleganz haben wie ein kirgisisches Abendkleid aus den 50ern.<br />
Der diesj&#228;hrige &#8220;Superstar&#8221; Thomas Godoj wird wohl zu dem gemacht, was seine Vorg&#228;ngerInnen auch wurden: ein bekannter Schlagers&#228;nger f&#252;r ein Jahr. Meine Meinung wird best&#228;tigt durch Pressestimmen, die ich mal gesammelt habe:</p>
<p>Stern: &#8220;Hackfleisch f&#252;r die Charts. Thomas Godoj ist der neue &#8220;Superstar&#8221; &#8211; zumindest nach Wertung von &#8220;DSDS&#8221;. Mit seiner Rocker-Attit&#252;de gewann er gegen &#8220;Schnulzenkaiser&#8221; Fady. Das Lied war dabei egal, die bessere Geschichte war entscheidend. Zart oder hart &#8211; es galt, das bessere Vermarktungskonzept zu testen.&#8221;</p>
<p>K&#246;lner Stadtanzeiger: &#8220;Hits statt Hartz IV f&#252;r den Superstar. Wir gratulieren. Und w&#252;nschen Thomas Godoj alles Gute; er wird es brauchen k&#246;nnen.&#8221;</p>
<p>Kwick.de: &#8220;Ohne Plan B zum Sieg: Thomas ist der Superstar. Na ja, seien wir ehrlich. Es war zu erwarten.&#8221;</p>
<p>20 Minuten: &#8220;Er braucht jetzt keinen Plan B mehr, denn Plan A ist voll und ganz aufgegangen.&#8221;</p>
<p>Bunte: &#8220;Um eine Minute vor Mitternacht war es klar: 62 Prozent der Anrufer w&#228;hlten Thomas Godoj vor Fady Maalouf zu Deutschlands neuem Superstar. Wirklich &#252;berraschend kommt das nicht.&#8221;</p>
<p>Berliner Kurier: &#8220;Thomas kam, sang und siegte. Feuer-Font&#228;nen, kreischende M&#228;dchen, heulende Eltern – das Final-Szenario war perfekt.&#8221;</p>
<p>Was musste ich da noch h&#246;ren? Der arme Superstar Godoj muss einen Song vom dem Erfolgs&#8221;komponisten&#8221; singen, der bereits Hits hatte wie: &#8220;Du hast den sch&#246;nsten Arsch der Welt&#8221; und &#8220;Du bist Porno&#8221;!!!</p>
<p>Ich h&#228;tte schon einen Namen f&#252;r die T&#252;tchen mit dem Brechmittel: wie w&#228;re es mit &#8220;K&#252;belb&#246;ck&#8221;?</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/baynado/2506452128/">Bild von baynado1978 von Flickr</a> unter folgender <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008 by <a href="http://www.mrjonestimes.de/" title="Mr. Jones Times">Mr. Jones Times</a> (digitalfingerprint: 55cd6e83eae65b9dbc6bee51dab34acf)</small>]]></content:encoded>
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