Mr. Jones Times



Die Musik im Wandel der Zeit

Von Gastautor • 11. Januar 2009 • Kategorie: Gastartikel

Zeitwandel

Geschmäcker sind verschieden und das betrifft so gut wie alle Aspekte des Lebens, bei denen man sich entscheiden muss.

Auch Musik bildet da keine Ausnahme. Ich habe mir mal die verschiedenen Zeitepochen der Musik angesehen und dabei erstaunliche Geschmackswandlungen der Höhrer festgestellt. Beginnen wir mit den 80ern.
Kulturell wurden die Achtziger von einer Vielzahl von Fernsehserien geprägt (Alf, A-Team, Knight-Rider, MacGyver, Miami Vice, aber auch die Schwarzwaldklinik).
Im Kino konnte man sich an den ersten und damals innovativen Star Wars / Krieg der Sterne-Filmen erfreuen, aber auch an der Indiana Jones-Trilogie.
Mit der Erfindung des Walkman fanden auch neue Musikrichtungen ihren Weg in die Ohren der Menschen: Austropop, Euro Disco, Heavy Metal, Hip Hop (in den USA) und in Deutschland die “Neue Deutsche Welle”.
Mode und Styling strahlten mit Leggins, Dauerwelle, Vokuhila, Fönfrisur und dem Siegeszug des Haargels.
Gehört wurden unter anderem ABBA, Led Zeppelin und Madonna. Das alles änderte sich in den 90ern.
Nach der Öffnung der Mauer ist das erste große Musik-Highlight in Berlin 1990 das “Pinky Floyd – The Wall”-Rockkonzert.
Die Musikrichtung Hip Hop setzt sich nun auch in Europa durch, neu sind Techno, Jungle und Drum ‘n’ Bass, Grunge belebt die Rockszene und Eurodance dominiert die Verkaufs-Charts.
Internet, Satellitenfernsehen und vor allem Handys bereichern die Medien.
Die “Generation X” ist geboren. Der große Mr. Frank Sinatra beendete in diesem Jahr seine Karriere. Madonna wird bis ins Jahr 2000 hinein weitergehört. Die 2000er beginnen musikalisch mit einem 80er-Revival, das Comeback von Modern Talking im Mittelpunkt.
Die Mode allerdings wird durch einen Mix aus 70er und 80er Kleidung bestimmt.
Im Fernsehen finden Castingshows immer häufiger statt, aber auch Quizsendungen wie “Wer wird Millionär” werden populär.
Das Kino wird durch Filme wie “Matrix” und vor allem “Der Herr der Ringe” aufgewertet, erfährt aber durch die Verbreitung von digitalen Raubkopien (DivX) genau wie die Musikindustrie (MP3) einen herben Rückschlag. Heute im Jahr 2009 werden Musikmacher wie Tokio Hotel hauptsächlich von Teenagern bevorzugt. Die heutigen Stars sind häufig selbst noch Teenager. Was also ist im Laufe der Jahrzehnte mit den Höhrern passiert? Wie kam es dazu, dass ein solcher Wandel im Bereich der Musikmacher und ihren Fans entstanden ist?
Erwachsene, die die Musik von “damals” gewohnt sind schütteln den Kopf beim Anblick von Tokio Hotel, wiederum schütteln die Kinder der besagten Erwachsenen den Kopf, wenn sie die Musik der Eltern hören. Ist es alles evtl. nur ein “Wir vertreten unsere Generation egal ob gut oder schlecht” Syndrom? Allein schon die goldene Mitte, diejenigen die heute 20-25 sind, verdrehen die Augen wenn sie von beiden Seiten hören: “Wir hatten die bessere Musik”. Es ist wohl so, dass Musik einfach generationsbedingt ist – wie so vieles. Geschmäcker sind nun mal verscheiden.

Dieser Gastartikel wurde von Manuel Hartenfels geschrieben. Vielen Dank dafür.

Bild von Photoclinique von Flickr unter folgender Lizenz

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