Schandmaul live
Von Heuni • 05. Mai 2008 • Kategorie: musikolös
Am 22. April diesen Jahres war es soweit: ich würde auf mein erstes Schandmaul Konzert gehen. Schon einige Zeit war ich Fan dieser genialen Band. Schandmaul? What? Schandmaul ist eine Band, die mit Drehleier, Dudelsack, Schalmeien, Geige, Flöte, Gitarre, Bass, Schlagzeug und vielem mehr Rockmusik an den Mann bringt. Mit deutschen Texten rund um Mythen, Märchen, Sagen und tollen Geschichten bieten sie ihren Fans Spaß, Spannung, Spiel und die Schokoladenseite eines Konzertabends; denn das Konzert war, Entschuldigung, obergeil!
Wir fuhren, etwas geschafft nach dem Arbeitstag, am 22. also Richtung Neu Isenburg in die Hugenottenhalle. Ganz possierliches Ding, diese Hugenottenhalle. Soviel war, als wir ankamen, noch nicht los. Aber es sollte noch voller werden. Wir standen also nicht lange an und mischten uns unter die anderen Fans. Um ca. 20:00 Uhr begann die Vorband Krieger, die sehr lauten Gitarrenrock spielten. Zuerst erinnerten Krieger uns an Metallica und dann an mehrere andere Bands. Vom Sänger verstand man nur jedes zehnte Wort – alles in allem hat es mir nicht gefallen. War nicht meine Art von Musik. Abgerockt haben sie aber trotzdem.
Nach ungefähr 45 Minuten war es dann auch schon vorbei, die Umbaupause begann und Schandmaul betrat die Bühne, nach einem von Hans Paetsch aus der Hörspielreihe Gabriel Burns gesprochenem Intro. Sofort legten sie mit dem Song Wolfsmensch aus dem neuen Album Anderswelt los um sofort darauf den absoluten Live-Klassiker Herren der Winde zu spielen. Es ging gut los und nach der Frage des Sängers Thomas, ob uns denn warm sei, bemerkte ich immer und immer wieder, dass in dieser Halle die Hölle los brach. Es war absolut sau warm. Ein Mädel vor uns verabschiedete sich leider etwas frühzeitig in Richtung Sanitäter, da sie es wohl mit dem Kreislauf zu schaffen bekam. Trotz Hitze hatten wir in der Mitte des Saales nach hinten einiges an Platz, was uns aber ganz gut gefiel.
Schandmaul spielten mit Zugabe insgesamt 24 Songs, was ca. an die zwei Stunden und fünfzehn Minuten dauerte. Sehr sympatisch war auch die Tatsache, dass einige Instrumente ob der Bullenhitze teil- und zeitweise ihren Geist aufgaben. Direkt nach der ersten Nummer verabschiedeten sich Stefans Hi Hat Halterung am Schlagzeug, einmal funktionierte die Gitarre von Thomas nicht, die Gitarre von Ducky gab dann auch pünktlich zu einem Gitarrensolo auf, um später, wegen der hochgedrehten Lautstärke, voller Inbrunst loszulegen. Zu guter Letzt vergaß Thomas einmal den Text – doch das Publikum kam ihm zur Hilfe und weiter ging es.
Und das Bühnenoutfit der Mädels und Jungs!! Grandios. Anna trieb meinem Cousin und mir vor Begeisterung mit ihrem Kleid regelrecht das ganze Konzert über den Schweiß auf die Stirn.
Sound in der Halle stieß auf unterschiedliche Meinungen – doch unserer vierköpfigen Crew gefiel er sehr gut. Nicht zu laut oder zu leise, sehr gut ausgesteuert, prima für diese Halle eben.
Bühne war sehr nett aufgebaut. Fotos folgen evtl. bald.
Fazit des Ganzen: ich gehe wieder hin. Absolut grandios. Durch dieses Genre der Musik, durch die Natürlichkeit der Band und durch den Spaß, den man den Fans, der Band und der Crew ansieht hat man immer das Gefühl, an etwas familiärem teilzuhaben. Schandmaul rockt – auf Platte und live. Wer sie nicht kennt, soll sie kennen lernen. Anspieltipps? Aber gern: Walpurgisnacht, Herren der Winde, Bin unterwegs, Frei, Leb! und vieles mehr. Zur Übersicht gibt es noch die Setlist des Abends. In diesem Sinne: FOLK YOU!
Setlist Schandmaul 22. April 2008 Hugenottenhalle Neu Isenburg
1. Wolfsmensch
2. Herren der Winde
3. Leb!
4. Lichtblick
5. Zweite Seele
6. Die Tür in mir
7. Missgeschick
8. Anderswelt
9. Geisterschiff
10. Mitgift
11. Feuertanz
12. Talisman
13. Das Tuch
14. Großes Wasser
15. Fiddlefolkpunk
16. Krieger
17. Frei
18. Walpurgisnacht
19. Letzter Tanz
20. Das Mädchen und der Tod
21. Die Braut
22. Dein Anblick
23. Denk an mich
24. Prinzessin
Bild von MicAttAck von Flickr unter folgender Lizenz
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